Studierendenvertretung an der RUB

AStA der Ruhr Uni Bochum

Am kommenden Donnerstag geht es los. Die Veranstaltungsreihe “Ungleichheit & Differenz” (unterstützt vom AStA Bochum) beginnt mit einem Vortrag von Katja Sabisch zum Thema Homosexualität im Fussball. “Wir sind besonders froh, in diesem Semester auch internationale Referent*innen begrüßen zu können und hoffen auf viele Besucher*innen und eine rege Beteiligung bei den Diskussionen, die sich an alle Vorträge anschließen werden!”

Übersicht der Veranstaltungen:

Donnerstag, 24.11.2011 | 18 Uhr | GA 03/46
„ … außerdem dusche ich immer mit dem Arsch zur Wand“ Frank Rost – Der Diskurs über Homosexualität in der deutschen Fußballbundesliga
Katja Sabisch

Dienstag, 29.11.2011 | 18 Uhr | GA 03/46
Männlichkeiten im deutschsprachigen Rap
Malte Goßmann

Donnerstag, 01.12.2011 | 18 Uhr | GA 03/46
Silikon und Nation: Geschlechterdiskurse und Nationalismus im Kontext postjugoslawischer Musik
Milena Prekodravac und Verena Schuh

Dienstag, 06.12.2011 | 18 Uhr | GA 03/46
Gandhi, Tagore, Herder, Kant. Konzepte kultureller Differenz in Indien und Deutschland
Purba Banerjee und Ronald Kurt

Donnerstag, 08.12.2011 | 18 Uhr | GA 03/46
Join us in the streets: uprisings, riots, revolt and other square forms of organizing
John Hutnyk

Hier gibt es die Ankündigungstexte!

+++ Veranstaltung des autonomen FrauenLesbenreferats der RUB +++

Im Mai 2011 sperrte Dortmund das gesamte Stadtgebiet für diem Straßenprostitution. Frauen und Männer, die in Dortmund anschaffen, dürfen dass seitdem nur noch in Häusern. Auf der Ravensberger Straße boten bis dahin ca. 70 Frauen täglich sexuelle Dienstleistungen an. Sie mussten sich nun entweder Etablissements suchen oder aber in andere Städte ausweichen. Vorausgegangen war eine monatelange Kampagne gegen den Zuzug von Menschen aus Bulgarien. Nach Öffnung der Grenzen 2007 waren viele von ihnen nach Dortmund gekommen. Sie suchten Arbeit und Auskommen, einige Frauen in der Prostitution. Dem wollte man nun den Boden entziehen.

Die Veranstaltung informiert über die aktuelle Situation in Dortmund und wirbt für Solidarität mit Frauen und Männern, die in der Prostitution arbeiten.

Referentinnen:
Kirsten Cordes (Beratungsstelle KOBER, Dortmund, www.kober-do.de)
Mechthild Eickel (Beratungsstelle Madonna, Bochum, www.madonna-ev.de)
(www.koopkoma.de)

Freitag, 18.11.2011, 18:30 Uhr
Soziales Zentrum Bochum (Josephstr.2 /Ecke Schmechtingstr. 44791 Bochum)
http://www.sz-bochum.de/

*Gemäß F 65.5 Sadomasochismus: Fesselnde Fantasien? Schlagende Argumente? Alles pervers??!*

18.06.2011 BDSM Workshop in Dortmund – 15:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Das autonome FrauenLesbenreferat und Madame Apart begrüßen Euch zu einem dreistündigen Workshop in der gemütlichen Lounge des Studios in Dortmund. Nach einer grundlegenden Einführung zur Geschichte und den Hintergründen von BDSM erwartet Euch eine Führung durch die verschiedenen Räume und breitgefächerten Spielmöglichkeiten des Studios nebst vertiefender Erklärung der Verwendungsmöglichkeiten, sowie eine fesselnde Einlage unter sicherer Anleitung.

***Dabei handelt es sich nicht um eine Vorführung sondern – falls Interesse besteht – um die Möglichkeit Euch im Bereich Bondage zu “bilden”.***

Im Anschluss daran finden wir uns zu einer kritischen Reflexionsrunde wieder in der Lounge ein.

Der Workshop richtet sich an interessierte FrauenLesbenTrans*. Anfängerinnen sind ausdrücklich erwünscht!

Bitte verbindlich unter frauen@rub.de anmelden. Weitere Informationen und Auskünfte ebenfalls unter dieser Emailadresse sowie in der Donnerstagssprechstunde.

*Das weitere Programm des FrauenLesbenreferats findet ihr auf www.rub.de/frles *

Donnerstag, 26.05.2011 | 18 Uhr | GA 03/46
Queering Antidiskriminierungsrecht. Identität, Sexualität und Körperlichkeit in Recht und Rechtsprechung
Laura Adamietz

Kaum zu glauben, aber wahr: Das Recht reguliert noch immer die Geschlechtszugehörigkeit der Menschen, und das im Rahmen einer dichotomisch gedachten Zweigeschlechtlichkeit. Doch (de-)konstruktivistische Ansätze der jüngeren Geschlechterforschung sind für die mit eindeutigen Definitionen und Abgrenzungen arbeitende Rechtswissenschaft gar nicht so schwer verdaulich, wie es scheint. Davon zeugt die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zum Thema ‘Transsexualität’, in der ‘Geschlecht’ seit über 30 Jahren kontinuierlich destabilisiert und denaturalisiert wird – die aber auch zur diskursiven Herstellung dieser Kategorisierung beiträgt. Auch die juristische Behandlung von Diskriminierung wegen der sexuellen Orientierung bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Abbau von Homophobie und Bestätigung der Norm der Heterosexualität. Eine von den Erkenntnissen der Gender und Queer Studies geprägte Analyse zeigt, dass ein adäquates – und zeitgemäßes – Verständnis von Diskriminierung ‘wegen des Geschlechts’ Aspekte wie die sexuelle Orientierung und die Geschlechtsidentität beinhaltet. Denn sie sind Teil der gesellschaftlichen Struktur ‘Geschlecht’, die die Erwartung aufstellt, sich gemäß einer hierarchisch und heteronormativ gedachten Zweigeschlechtlichkeit zu verhalten. Gegen die verschiedenen Erscheinungsformen dieser Erwartung aber können Rechte geltend gemacht werden.

Am 28.04.11 ab 16 Uhr seid Ihr herzlich eingeladen, das Semesterprogamm des autonomen Schwulenreferats vorgestellt zubekommen, die Räume kennen zu lernen und einen schönen Abend mit Sekt und guter Laune zu verbringen.

Also schaut zahlreich im Schwulenreferat (Raum SH014) vorbei!

Im Rahmen des EU-Projektes zum Thema “Gender-based Violence, Stalking and Fear of Crime” findet zwischen dem 28.11. und dem 23.12.2010 eine Umfrage des Kriminologie-Lehrstuhls der RUB statt.

Das Projekt legt den Fokus auf sexualisierte Gewalt gegen Studentinnen im europäischen Vergleich. Es wird verantwortlich von der Ruhr-Universität Bochum zusammen mit vier weiteren europäischen Partnern durchgeführt.

Ziel des Projektes ist die Bewusstseinsschärfung zu den Themen sexuelle Viktimisierung, Stalking und Kriminalitätsfurcht durch  Forschung und Erhebung transnational vergleichbarer Daten und zum Hilfebedarf. Als Resultat aus den Erkenntnissen sollen Instrumente für die strategische Prävention und Intervention gegen sexuelle Viktimisierung und Stalking entwickelt werden.

Im Wintersemester letzten Jahres gab es bereits einen Online-Fragebogen für die weiblichen Studierenden der RUB. Aufgrund eines Einwandes des letztjährigen AStAs, warum nicht auch Männer zu ihrer sexualisierten Gewaltbetroffenheit befragt werden, sind zu der neuen Umfrage auch Männer eingeladen, ihre Erfahrungen mitzuteilen.

Wir möchten als AStA daher in diesem Jahr alle Studierenden der RUB dazu aufrufen sich im Interesse einer möglichst großen TeilnehmerInnen-Zahl an der Online-Umfrage zu beteiligen: www.unipark.de/uc/ruhr-universitaet

Donnerstag, 2.12.2010 | 18 Uhr | GA 03/46
Sex als kulturelles Kapital? – Sexualität und Differenz im Kontext neoliberaler Wirtschaft
Antke Engel

Neoliberale Verhältnisse haben sich maßgeblich mittels kultureller Politiken durchgesetzt. Vermittelt durch Medienbilder werden Vorstellungen von Wirtschaft und wirtschaftlichem Erfolg geprägt. Geschlechterinszenierungen und das geschickte Spiel mit Sexualität und Begehren tragen entscheidend dazu bei, dass und wie sich Menschen mittels von Selbsttechnologien und so genannter „sexueller Arbeit“ in die ökonomischen Verhältnisse einarbeiten. Im Hinblick auf die Durchsetzung neoliberaler Werte spielt die Formel „Differenz als kulturelles Kapital“ eine entscheidende Rolle. Sie begründet Diversitätspolitiken, die alle möglichen Formen sozialer Differenz zu umarmen, solange sie sich der Marktlogik fügen. Im Vortrag soll es darum gehen genauer zu bestimmen, welche Rolle Sexualität und Begehren in den Bild- und Diskurswelten postfordistischer, globalisierter Ökonomien spielen und wie sie zur Durchsetzung neoliberaler Verhältnisse beitragen.
Um die Prozesse neoliberaler Umstrukturierungen besser zu verstehen, wird der Begriff der „projektiven Integration“ eingeführt. Neben assimilatorischen und toleranz-pluralistischen Formen der Integration tritt heutzutage eine Form der Integration, die nicht auf Abwehr setzt, sondern Differenzen als kulturelles Kapital codiert und ihre ökonomische Verwertbarkeit hervorhebt. Gezeigt werden soll, dass diese affirmativen Investitionen in Differenz maßgeblich über Sexualität vermittelt sind und „projektive Integration“ zum bevorzugten Mechanismus neoliberaler Herrschaft wird.

Der AStA der Uni Köln bietet in den nächsten Wochen verschiedene, kritische Veranstaltungen über Sexismus, Sexualität und Eigentum in der heutigen Gesellschaft an.

Folgendes findet in den nächsten Wochen statt:

Freitag, 5. November 2010, 19:30 Uhr, Hörsaal XIII (Hauptgebäude)
Von Adorno zu Mao. Über die schlechte Aufhebung der antiautoritären Bewegung
Buchvorstellung und Diskussion mit Jens Benicke (Freiburg)


6. bis 18. November 2010
KÖRPER // MACHT // GESCHLECHT – Aktionstage gegen Sexismus und Homophobie:

u.a.:
Montag, 8. November 2010, 19.30 Uhr, Hörsaal XIII (Hauptgebäude)
Vortrag und Diskussion mit Mina Ahadi (Köln)
Sexualität und Freiheit im Iran

Dienstag, 9. November 2010, 19.30 Uhr, Hörsaal XIII (Hauptgebäude)
Vortrag und Diskussion mit Lars Quadfasel (Hamburg)
Wenn PostfaschistInnen zu sehr lieben, Zur Austreibung des Sexuellen aus der Sexualität.

Montag, 15. November 2010, 19.30 Uhr, Hörsaal XIII (Hauptgebäude)
Buchvorstellung und Diskussion mit Erwin In het Panhuis (Köln)
Aufklärung und Aufregung: 50 Jahre Schwule und Lesben in der BRAVO

Dienstag, 16. November 2010, 19.30 Uhr, Musiksaal (Hauptgebäude)
Performance Lecture mit Tim Stüttgen (Hamburg / Berlin)
Post Porn Loss: Precarious Intellect

Donnerstag, 18. November 2010, ab 21 Uhr
artheater, Ehrenfeldgürtel 127
Abschlussparty KÖRPER // MACHT // GESCHLECHT
Live: You Love her coz she’s dead (UK, Kitsuné); Tex Taiwan (B)
DJs: Client (UK); Chris de Luca (D, Boyz Noise, Shitkatapult)

Montag 22.11./Dienstag 23.11.
ALLES MEINS! Ein Happening zu Eigentum
von theatrale subversion & katze und krieg
in Kooperation mit dem Theater im Bauturm Köln
(http://theater-im-bauturm.de/php/premiere0910.php?menrep=258)