Studierendenvertretung an der RUB

AStA der Ruhr Uni Bochum

Montag, 21. November 19 Uhr im KulturCafé
Workshop zum Thema “Die ökologische Hochschule”

Die ökologische Hochschule – was ist das? Reicht es aus, energieeffizient zu bauen? Oder müssen von der „Ideenwerkstatt“ Universität weitere Impulse für eine ökologische Gesellschaft ausgehen? Diesen und weiteren Fragen wollen wir in einem Workshop am kommenden Montag im KulturCafé nachgehen.

Die Modernisierung des RUB-Campus läuft. Das ID-Gebäude ist in Betrieb und das IC-Gebäude wird modernisiert. Höchste Zeit, sich zu fragen, welche Vorstellungen wir von einer ökologischen Ruhr-Uni haben. Und welche Chancen vielleicht schon verpasst wurden. Welches Potential bieten die aktuellen Pläne der Unileitung und wo besteht Verbesserungbedarf oder sogar ein Bedarf an kompletter Neuplanung? Spielen ökologische Aspekte fernab von Marketinggeschwätz überhaupt eine echte Rolle? In mehreren Kleingruppen wollen wir unterschiedliche Aspekte bearbeiten und uns anschließend austauschen und diskutieren. Eine Anmeldung ist NICHT erforderlich. Der Workshop ist sowohl für EinsteigerInnen als auch für Fachleute offen!

Der Eintritt ist natürlich frei!

Bochum, 26.07.2011, Hanno Jentzsch

So soll das IC-Gebäude an der Ruhr-Uni 2013 aussehen. Foto: Gerber Architekten Dortmund

So soll das IC-Gebäude an der Ruhr-Uni 2013 aussehen. Foto: Gerber Architekten Dortmund

Bochum. Wenn 2013 der doppelte Abiturjahrgang an die Universitäten kommt, wird es auch an der Ruhr-Uni eng. Deshalb hat die Universitätsleitung das Projektteam RUB.2013 ins Leben gerufen.

Hier sollen alle Fäden zur Organisation des Ansturms zusammenlaufen. Nun ging das Info-Portal des Projekts online. Ein Blick auf die Seiten verrät, dass noch eine Menge Arbeit bevorsteht. Besonders die Raumnot gilt es zu lindern.

„Der doppelte Abiturjahrgang ist eine große Herausforderung“, räumt Projektleiterin Martina Hoffmann ein. Den steigenden Studierendenzahlen – bis zu 2600 zusätzliche Einschreibungen – soll unter anderem mit der Anmietung externer Räumlichkeiten begegnet werden. „Die gesamte Fakultät für Archäologie wurde zum Beispiel im Hinblick auf unser drohendes Platzproblem in die Nähe des Bergbaumuseums ausgelagert“, so Hoffmann. Auch die Kapazitäten auf dem Campus können effektiver genutzt werden.

Fertigstellung von GD nicht mehr rechtzeitig zu erwarten

Eigentlich sollte vor allem das geplante Gebäude GD für die nötige räumliche Entlastung sorgen. Inzwischen musste allerdings selbst die Unileitung einräumen, dass eine Fertigstellung des vierten Gebäudes der G-Reihe nicht mehr rechtzeitig zu erwarten sei.

Auf dem Internetportal von RUB.2013 wird das Gebäude GD noch als Trumpf im Kampf gegen die Raumnot aufgeführt. Intern arbeitet das Projektteam aber schon längst an einem Plan B. „Wir verhandeln gerade mit der Stadt über die Anmietung einer großen Räumlichkeit und mit einem privaten Investor, der in Campus-Nähe bauen wird“, so Hoffmann. Details oder gar Erfolge gibt es noch nicht zu vermelden.

Planungen für 2013 zu spät begonnen

Trotz der drohenden Enge gelte es, nicht an den Bedürfnissen der Studierenden vorbei zu planen: „Wichtig ist, dass die RUB auch ab 2013 eine Uni bleibt, auf der man sich wohlfühlen kann. Das ist ein entscheidendes Kriterium für unsere Qualität“, so Hoffmann. Dazu gehört auch eine Umgestaltung des Mensaangebots: Bis 2013 soll im jetzigen Tutorienzentrum eine zweite Mensa entstehen. Im Mensagebäude selbst wird Platz für neue studentische Arbeitsräume geschaffen.

Die Vertretung der Studierendenschaft (AStA) kritisiert bereits seit längerem, dass die Planungen für 2013 viel zu spät in Gang gekommen seien. „Ich kann auf dem Informationsportal noch nicht viele konkrete Maßnahmen entdecken“, sagt AStA-Pressesprecher Jan Keitsch. Er fordert zum Beispiel ein klares Verkehrskonzept für die wachsende Studierendenzahl.

Bisher wenig Konkretes

Schon lange will der AStA eine höhere Taktung der Campuslinie U35 und eine neue Buslinie vom Hauptbahnhof zum Campus durchsetzen. „Bisher vermissen wir die Zusammenarbeit mit RUB.2013”, so Keitsch. Das soll sich allerdings ändern: „Wir werden uns bald an die studentischen Gremien wenden“, kündigt Hoffmann an. Die Verhandlungen mit der Bogestra über eine höhere Taktung der U35 und zusätzliche Busse laufen laut Hoffmann positiv.

Dass das Infoportal bisher wenig Konkretes bietet, räumt die Projektleiterin ein: „Der doppelte Abiturjahrgang ist eben eine Mammutaufgabe, die das langsame Bohren ganz vieler Bretter erfordert. Wir hoffen aber, dass wir das Infoangebot ab jetzt schrittweise ergänzen können.“

Um die Interessen der Studierenden möglichst effektiv und unmittelbar in die Tat umsetzen zu können, etablierte der Vorstand des Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) einen regelmäßigen Termins zum Austausch mit Rektor Elmar Weiler. Das erste dieser Gespräche fand am vergangenen Freitag den 13. Mai statt und ermöglichte, neben der Darlegung von Standpunkten, erste Vorschläge zur Lösung aktueller Probleme. Die Themen waren u.a. der Hochschulsport, die Parkplatzsituation und die Barrierefreiheit von ID.

Kleine Erfolge: mehr Fahrradständer und neue Software
Unmittelbare Erfolge gab es in Bezug auf zwei Problemstellungen: Auf Wunsch des AStA werden Fahrradständer an der Südstraße hinter den N-Gebäuden aufgestellt. Damit griff die Studierendenvertretung den Wunsch eines Fachschaftsrats auf, der die fehlenden Fahrradstellplätze bemängelt hatte. Außerdem wird es in Zukunft sehbehindertengerechte Software auf den Rechnern der Universitätsbibliothek geben, damit auch KommilitonInnen mit einer Sehbehinderung ihrer Literaturrecherchen direkt vor Ort durchführen können.

Keine Einigung: HSS-Gebühren und Parkplatzzugang
Bezüglich der Rücknahme der Gebühren für die Teilnahme am Hochschulsport konnte keine Einigung erzielt werden. Ebenso lehnte das Rektorat die Resolution des Studierendenparlaments zur regelmäßigen früheren Öffnung der Parkhäuser unter dem Forum für Studierende ab – durch diesen Vorschlag sollte die Parkplatzsituation entschärft werden. Der AStA konnte zumindest erreichen, dass der Rektor in Erwägung zieht, Studierenden mit Kind künftig den Zugang zu den Parkhäusern ab 8 Uhr zu ermöglichen.

Gute Perspektiven: Wohnungsvermittlung und U-Bahn-Taktung
Um Studierenden den Weg zu einer eigenen Mietwohnung oder einem Wohnheimplatz einfacher zu gestalten, planen AStA und Rektorat in Kooperation die Einrichtung einer Plattform für die Wohnungsvermittlung. Zur Bewältigung der wachsenden Fahrgastzahlen, die durch den doppelten Abiturjahrgang und die Eröffnung des Biomedizin-Parks verursacht werden, konnten bei der Bogestra ein paar Vorschläge angebracht werden: Neben der Einrichtung eines Shuttlebus zwischen  Bochumer Hauptbahnhof und Uni, wäre eine Taktverdichtung der U-Bahnen auf drei Minuten bis 2013 möglich, wenn eine Wendeschleife hinter die letzte Haltestelle gebaut werden würde.

Positive Vorsätze: Barrierefreiheit von ID und Räume für Fachschaftsräte
Die bereits bekannten Probleme bezüglich der teilweise nicht behindertengerechten Türen im neuen Gebäude ID sollen möglichst bald angegangen werden, damit eine barrierefrei Nachbesserung umgesetzt werden kann. Der Raumbedarf der Fachschaftsräte (FSRs) soll in die Planungen der Campussanierung einbezogen werden, damit nach dem Umbau der Uni nicht erneut studentische Gremien plötzlich ohne Raum dastehen, wie es kürzlich den FSRs Linguistik und Komparatistik geschah. Damit die Bedürfnisse und Interessen der Studierenden gewahrt werden, konnte der AStA erreichen, dass seine VertreterInnen auf den kommenden Bausitzungen willkommen sind.

Alle Studierenden der RUB haben im Rahmen der Online-Umfrage die Chance, die aktuelle Zukunftsplanung der Bibliothek nach ihren eigenen Bedürfnissen mitzugestalten. Die UB muss sich hinsichtlich ihrer Räumlichkeiten und vielleicht auch hinsichtlich der Bestände und Dienstleistungen zukünftig verändern.

Es geht unter anderem um die derzeitige Nutzung und den künftigen Bedarf an Lern- und Leseplätze der Bibliothek, die im Zweifelsfall reduziert oder ausgebaut werden könnten. Weitere Themen sind die Verwendung elektronischer Informationen und die Kenntnis und Inanspruchnahme des Kursangebots der Universitätsbibliothek.

Die Online-Befragung wird seit dem 20. Januar 2011 über einen Zeitraum von drei Wochen durchgeführt und erfolgt vollständig anonym. Die Ergebnisse werden auf den Internetseiten der Universitätsbibliothek veröffentlicht.

Link zur Befragung: http://www.unipark.de/uc/OR6/2c79/

Jura-Klausuren verschwunden

Schon in der Sommerpause zeichnete sich ab, dass in der Juristischen Fakultät Klausuren verschwinden, beschmiert oder beschädigt werden. Aufgrund unseres Einwirkens konnten die Probleme abgestellt und dem Datenschutz auch unter den Jurist_innen endlich Rechnung getragen werden.

Interkulturelles Abendessen

Am 2. September fand das jährliche interkulturelle Abendessen statt. Auch dieses Jahr kamen hunderte von Studierenden, um sich auszutauschen, viel zu essen und zu lachen oder einfach nur der Musik zu lauschen.

Antikriegstag als Nazifest?

Neonazis aus ganz Europa missbrauchten erneut den Antikriegstag am 4. September für ihr rassistische, antisemitische und antiamerikanische Progaganda. Wir unterstüzten die Gegendemonstrationen in Dortmund und boten zwei Vorträge zu den Ereignissen an.

Studiengebühren abschaffen

Nachdem sich die rot-grüne Minderheitsregierung in NRW gebildet hatte, wurde schnell klar, dass bald die Studiengebühren abgeschafft werden würden. Nach monatelangen Verhandlungen konnten sich Rot-Grün und die Linksfraktion einigen, zum Wintersemester 2011/12 die Gebühren abzuschaffen.
Wir als AStA haben uns für  genauere Absprachen bereits mit der Ministerin getroffen und werden den Prozess weiterhin kritisch begleiten.

Neubau GD

Fast das ganze Jahr über beschäftigte  den AStA der Neubau des Gebäudes GD. Ursprünglich sollte das neue Gebäude bis ins Landschaftsschutzgebiet hinein gebaut werden. Auf Druck des AStAs konnte das verhindert werden. Desweiteren wird das Gebäude nun höher und schmaler und vernichtet somit viel weniger Wald als vorher von der Uni geplant war. Zusätzlich konnten wir durchsetzen, dass die gefällten Bäume an anderer Stelle in fünffacher Menge wieder aufgeforstet werden müssen.

Geschlecht und Gesellschaft

Im Winter knüpfte auch die AG Geschlecht und Gesellschaft an ihre erfolgreiche Votragsreihe aus dem Vorjahr an. Ihre Themen waren u.a. sprachliche Gewalt, junge Frauen in der  Popkultur oder Prekarisierungs-tendenzen.

Die Rote Ruhr-Uni (rru)

Im November fanden verschiedene Veranstaltungen der Roten Ruhr-Uni statt, u.a. zu Heideggers Seinsfrage, zu Adornos negativer Moralphilosophie oder zu den Maßstäben der Kapitalismuskritik. Im Januar setzt die rru ihr Programm fort.

CRITIX

In der jährlichen CRITIX-Reihe informierten wir u.a über arabischen Antisemitismus oder die Psychopathologie des Vernichtungskrieges.

Tief in den Osten

Am 1. Dezember fand der Bildervotrag einer Bochumerin statt, die von Bochum nach Sibirien und wieder zurück gefahren ist – und zwar mit dem Fahrrad! Für diese ca. 20.000 Kilometer benötigte sie 19 Monate.

Samba sí, Arbeit no!

Am 21. Dezember wurde es warm im verschneiten Bochum. Es ging um die Repräsentation Lateinamerikas im deutschen Schlager und wie dieser versucht mit rassistischen und sexistischen Klischees das deutsche Selbstbild zu stärken.

Castor schottern

In diesem Herbst rollten wieder Castor-Transporte durch das Wendland. Wir organisierten Voträge zu den Protesten gegen die Transporte und unterstützten die Demonstrationen vor Ort.

Bochum, 23.12.2010, Sabine Vogt

Uni-Rektor Prof. Dr. Elmar Weiler bei der Infoveranstaltung zum Neubau GD: Der Ausschuss für Stadtentwicklung stimmte gestern den Ausbauplänen zu. Foto: Karl Gatzmanga

Uni-Rektor Prof. Dr. Elmar Weiler bei der Infoveranstaltung zum Neubau GD: Der Ausschuss für Stadtentwicklung stimmte gestern den Ausbauplänen zu. Foto: Karl Gatzmanga

Bochum. Nach monatelangen Debatten in verschiedenen politischen Gremien stimmte der Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaft als Entscheidungsinstanz gestern den Erweiterungsplänen der Ruhr-Universität zu.

Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB) als Bauherr und die Ruhr-Uni hatten die Pläne nach der anhaltenden Kritik an den ökologischen Eingriffen in die Natur korrigiert, das neue Gebäude der G-Reihe an die bestehenden herangerückt, um einen 20 Meter Waldstreifen zu erhalten. Investiert werden 53 Millionen Euro. So war in der gestrigen Debatte von allen Seiten von „Brisanz“, „Konflikt“ und „Kompromiss“ die Rede; auf Letzteren einigten sich dann die Fraktionen und Gruppen. Denn die Notwendigkeit der Uni-Erweiterung sahen alle ein: Ab 2013 wird mit dem doppelten Abiturjahrgang ein Plus an 5000 Studenten an der RUB erwartet. Die Koalition aus SPD und Grünen setzte sich mehrheitlich durch mit ihren Forderungen, den Eingriff in den Wald möglichst gering zu halten und mehr zu kompensieren als üblich, nämlich 1:5 statt 1:3.

Dies soll zudem in einem städtebauliche Vertrag festgelegt werden. Den Bauherren wurde mit auf den Weg gegeben, eine Bedarfsanalyse der künftigen Parksituation zu erstellen. Insbesondere die SPD befürchtet weitere Engpässe, zumal schon heute etliche Stellplätze gesperrt sind.

http://www.derwesten.de/staedte/bochum/Gruenes-Licht-fuer-Erweiterung-der-Ruhr-Uni-id4089556.html

Bochum, 21.12.2010, Sabine Vogt

Bochum. Mäusebussard, Waldkauz, Habicht: Diese Vorkommen der Raubvogelarten sind gefährdet durch den geplanten Ausbau der Ruhr-Universität.

In einem Gutachten zur Artenschutzprüfung attestiert Diplom-Biologe Michael Sell vom Wittener Planungsbüro Viebahn-Sell weitreichende Umweltfolgen durch die Erweiterung. Vorgesehen ist, die G-Reihe der Gebäude um ein weiteres zu ergänzen. Dazui müsste ein Großteil des angrenzenden Waldes abgeholzt werden. Dabei handele es sich um 80 bis 100 Jahre alte Rotbuchen.

Fledermäuse, die in größeren Vorkommen den Wald als Jagdreviere nutzten, würden vertrieben.

Die jüngste Variante sieht nunmehr vor, das künftige GD-Gebäude um 30 Meter nach Osten zu verlagern, um weniger Wald zerstören zu müssen. Ein 20 Meter breiter Streifen Waldes könne dadurch gerettet werden.

„Je höher, desto schmaler bauen“

Nach der bisherigen Planung müsste laut Büro Viebahn 2,22 Hektar Wald gerodet werden. Daraufhin häufte sich die Kritik, bis Ruhr-Uni und der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB) als Bauherr reagierten und die Pläne überarbeiteten. Nunmehr soll der Eingriff in den Wald bei 1,7 Hektar liegen, die durch den Neubau überbaut werden sollen.

Heute Entscheidung

Der Ausschuss für Umwelt, Ordnung, Sicherheit und Verkehr hat in seiner letzten Sitzung keinen Beschluss fällen wollen über die geplante Erweiterung der Ruhr-Uni. Vielmehr wurde die Entscheidung dem Gremium für Wirtschaft, Infrastruktur und Stadtentwicklung überlassen, das am heutigen Mittwoch zu seiner letzten Sitzung in diesem Jahr zusammenkommen wird. Beginn ist um 15 Uhr im Ratssaal.

Stadtentwicklung

Weil die Eingriffe in die Natur ihr dennoch als zu groß erscheinen, lehnte jetzt allein die CDU-Fraktion im Umweltausschuss das Erweiterungskonzept ab. Sie favorisiert stattdessen ein Hochhaus ähnlich der vorhandenen G-Bauten, Motto: „Je höher, desto schmaler bauen“. Vorgesehen sind sechs Geschosse mit 44 000 Quadratmetern, die Nutzfläche wird bei 21 000 Quadratmetern liegen. Das neue Gebäude ist nötig, um die einzelnen Komplexe der Geisteswissenschaftler freiziehen und sanieren zu können. Überdies wird der Ruhr-Uni in den nächsten Jahren eine Zunahme von bis zu 5000 Studierenden prophezeit. Das führte zu einer weiteren Kritik: Die Zahl der Parkplätze reichte nicht aus. Schon heute sei ein Großteil der Stellplätze in den Parkhäusern aus Sicherheitsgründen gesperrt.

Nistkästen und Kunsthorste als Ersatz

Um den massiven Eingriff in die Natur aufzufangen, verordnete der Biologe den Bauherren, den Vögeln Nistkästen und Kunsthorste als Ersatz anzubieten, um sie in benachbarte und ungestörte Bereiche des Waldes zu locken. „Dann müssten indes die vorhandenen Trampelpfade herausgenommen werden, um den Tieren Ruhe zu gönnen.“ Baumhöhlen sollten verschlossen werden, bevor die Baustelle beginnt.

„Diese Kunsthorste für Greifvögel sind nicht alltäglich im Artenschutz“, beteuerte Sell.

Zudem ist ein Grünausgleich nötig, und zwar im Verhältnis 1:3, heißt: für einen Hektar abgeholzten Waldes müsse das Dreifache wiederaufgeforstet werden. Insgesamt also seien 5,1 Hektar als Ersatz für den vernichteten Baumbestand zu pflanzen. Der Ausgleich solle auf BLB-eigenem Grund geschehen, dieser habe einen großen Flächenfundus im Umfeld der Ruhr-Universität. In Frage kämen Brachflächen, die aufgeforstet werden könnten, Auen und vorhandene Äcker.

Die Uni-Bibliothek soll in die Gebäudereihe der Geisteswissenschaftler umgesiedelt werden, vorgesehen dafür ist der GA-Bau, da sich dort die Mehrheit der Nutzer tummelten. Dazu werden allein schon 28 000 Quadratmeter benötigt.

http://www.derwesten.de/staedte/bochum/Bochumer-Uni-Erweiterung-bedroht-Waldkauz-id4085908.html

QUERENBURG  Die Parkhäuser an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) platzen aus allen Nähten und dann auch noch das: Das Parkhaus West ist seit vergangener Woche gesperrt. Von Wiebke Plöger

Nicht sehr vertrauenswürdig: Stützpfähle sichern das Parkhaus. (Foto: Max Florian Kühlem)

“Die Verkehrssicherheit ist dort seitdem es friert nicht mehr gewährleistet”, erklärt Ina Schwarz, Baudezernentin der RUB. 1800 Parkplätze fallen damit für die Studierenden auf unbestimmte Zeit weg.

Rampen und Fahrbahnen sind glatt

In dem offenen Parkhaus sammelt sich immer wieder Wasser. Bei den bestehenden Witterungsbedingungen ist das besonders gefährlich. Die Rampen und Fahrbahnen sind glatt.
Vergangenen Dienstag hat das Bau- und Gebäudemanagement versucht den Asphalt zu enteisen. Gebracht habe es nichts. “Wir überprüfen den Zustand jeden Tag”, erläutert die Baudezernentin. Doch wann das Parkhaus wieder freigegeben werden könne, sei nicht absehbar.

Seit Jahren das Gleiche

Es sei seit Jahren das Gleiche, sagt der Allgemeine Studierenden-Ausschuss (AStA): Die Parkplätze seien sowieso nur eingeschränkt nutzbar und im Winter müsse das Gebäude komplett gesperrt werden. Daher fordert der AStA, das Parkhaus endlich zu sanieren. “Das Gebäude ist baufällig und extrem marode”, erklärt Karsten Finke, Öffentlichkeitsreferent des AStA. Es müsse jetzt gehandelt werden und zwar schnell.
Baudezernentin Ina Schwarz sieht das auch so. “Das Parkhaus ist einfach alt und sanierungsbedürftig”, gibt sie zu. “Am besten wäre es, das Gebäude abzureißen und neu zu bauen”, meint sie.

Besitzer ist zuständig

Doch wie solle man während der Bauzeit mit der Parkplatzsituation umgehen? Kurzfristig stünden keine Parkplätze verfügbar. Entscheidungen, die jedoch nicht von der Uni getroffen werden. Dafür ist der Besitzer des baufälligen Parkhauses zuständig: Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes NRW (BLB). Beim BLB war am Mittwoch niemand zu diesem Thema zu erreichen.

http://www.ruhrnachrichten.de/lokales/bochum/Marodes-Parkhaus-an-der-RUB-wegen-Glaette-gesperrt;art932,1128967

Laut Aussage der Universiätsverwaltung ist das Parkhaus West ab sofort gesperrt. Wann es wieder als Parkfläche genutzt werden kann, wird die Verwaltung rechtzeitig mitteilen.

Parkhaus-Sanierung muss endlich beginnen

Aus Sicht des AStA muss das Parkhaus West endlich saniert werden. Es ist bereits seit Jahren nur eingeschränkt nutzbar, dadurch fallen immer wieder dringend benötigte Parkplätze weg. Das ursprüngliche Konzept des AStA zum Neubau GD sah vor, dass Parkhaus West abzureissen und als kombiniertes Gebäude aus Parkhaus und Universitätsgebäude wieder aufzubauen. Dadurch hätte verhindert werden können, dass weitere Flächen versiegelt und Bäume gefällt werden müssen. Da die Universitätsleitung die Campussanierung viel zu kurzfristig geplant hatte, war dieses Konzept aus Zeitgründen leider nicht mehr realisierbar. Das ändert jedoch nichts daran, dass das Parkhaus dringend saniert und wieder nutzbar gemacht werden muss.

Doppelter Abiturjahrgang benötigt auch mehr Stellflächen

Wenn der doppelte Abiturjahrgang 2013 an die Hochschulen kommt, werden fast 40.000 Menschen an der RUB studieren, im Gegensatz zu aktuell 32.000. Wir fordern deswegen die Einrichtung eines Parallelbus, der neben der überbelasteten U35  zwischen dem Hauptbahnhof und der Uni pendelt. Trotzdem benötigen wir auch zusätzliche Parkplätze. Damit diese rechtzeitig entstehen können, müssen endlich konkrete Planungen zum Abriss und Neubau des Parkhauses West vorgelegt werden. Wir fordern die Unileitung und den BLB (Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes NRW) dazu auf, schnellstmöglich zu handeln! Wenn die Sanierung abgeschlossen ist, wird die Uni das Parkhaus auch nicht mehr jeden Winter sperren müssen.

Rektor Elmar Weiler und AStA-Vorsitzender Jan Keitsch, Foto: Lukas Gödde

Am Mittwoch, den 24.11. fand eine Podiumsdiskussion zu dem geplanten neuen Universitätsgebäude GD statt. Dazu eingeladen haben die Dekane der drei Fakultäten, die in das neue Gebäude umziehen sollen, Sozialwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften und Jura. Prof. Jörg Bogumil moderierte die Veranstaltung, auf dem Podium vertreten waren Rektor Elmar Weiler und der AStA-Vorsitzende Jan Keitsch.

Das GD wird gebraucht

Alle Anwesenden waren sich darüber einig, dass ein neues Gebäude benötigt wird, einerseits wegen der Campussanierung und andererseits wegen des doppelten Abiturjahrgangs im Jahr 2013. Die Ruhr-Universität soll diesbezüglich etwa 5.000 neue Studierende aufnehmen.

Herr Weiler referierte das Gesamtkonzept der Campussanierung sehr ausführlich und begründete, warum es zu dem geplanten Standort von GD im Wald neben GC keine Alternative gibt. Jan Keitsch hingegen warf der Unileitung vor viel zu viel Zeit vergeudet zu haben, was dazu geführt hat, dass viel bessere Alternativstandorte nun nicht mehr in Erwägung gezogen werden können.

Zugeständnisse an den Naturschutz

In zähen Verhandlungen zwischen der Unileitung, dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb, der Kommunalpolitik und dem AStA konnte ein einigermaßen akzeptabler Kompromiss erreicht werden. Das neue Gebäude GD sollte eine Breite von ca. 100 Metern haben. Durch die Verhandlungen konnte nun erreicht werden, dass GD näher an GC rückt und das Gebäude ca. 30 Meter schmaler wird. Dafür wird das Gebäude dann ein bis zwei Stockwerke höher.

Informationspolitik des Rektorats untragbar

Der AStA ist weiterhin sehr erbost über die Informationspolitik der Unileitung. Während der Podiumsdiskussion hat nicht nur der AStA, sondern auch das Publikum das Rektorat diesbezüglich hart angegriffen. Elmar Weiler gestand sehr behutsam ein, dass nicht alles ideal verlaufen ist. Aus unserer Sicht ist das eine große Untertreibung.

Für eine demokratische Campussanierung

In die weiteren Prozesse zur Campussanierung und -modernisierung müssen alle betroffenen Personen einbezogen werden. Sowohl die Studierenden, die Angestellten der Uni, die Bürger_innen und die Kommunalpolitik müssen an einem Strang ziehen, um das Beste für alle aus der Campussanierung herauszuholen.