AStA der Ruhr Uni Bochum
13 Apr
Der AStA lädt Euch alle ganz herzlich zur Podiumsdikussion zur Landtagswahl ein.
Als Gäste dürfen wir Euch präsentieren:
- Dirk Schmidt (CDU)
- Thomas Eiskirch (SPD)
- Ulli Weber (Piratenpartei)
- Gunhild Böth (Die Linke)
- Ditte Gurack (Bündnis 90/ Die Grünen)
- Marcel Hafke (FDP)
Insgesamt orientiert sich die Diskussion an den allgemeinpolitischen Bereichen der Landtagswahl, aber auch hochschul- und bildungspolitische Themen werden thematisiert.
Details zur Veranstaltung:
Ort: Ruhr Universität Bochum, Raum: HZO 60
Datum: 17.04.2012
Uhrzeit: 16.00-18.30 Uhr
Wir freuen uns auf Euer zahlreiches Erscheinen.
21 Nov
Montag, 28. November 19 Uhr im KulturCafé
Podiumsdiskussion zum Thema: Tierversuche an der Ruhr-Universität
Jährlich sterben an der Ruhr-Universität rund 12.000 Tiere allein in der Forschung. Der „Tierverbrauch“ von Lehrveranstaltungen ist hier noch nicht mitgerechnet. Trotzdem wird über das Thema auf dem Campus wenig gesprochen. Dies soll sich ändern: Am kommenden Montag um 19 Uhr lädt der AStA im Zuge seiner Veranstaltungsreihe „Montag kontrovers“ zu einer Podiumsdiskussion zum Thema Tierversuche ins KulturCafé ein.
Auf dem Podium Platz nehmen werden Prof. Dr. Ulf Eysel (Prorektor für Forschung an der Ruhr-Uni, Mediziner), André Schmidt (Menschen für Tierrechte e.V., Biologe) sowie AStA-Referent Jan Keitsch als Moderator. Mit dieser Veranstaltung möchte „Montag kontrovers“ eine Diskussion über den Sinn und Unsinn von Tierversuchen neu anregen. Gerade Studierende aus den Fachbereichen Medizin, Biologie, Biochemie oder auch Psychologie sind herzlich eingeladen, sich zu beteiligen. Aber auch Studis, die bisher keinen Kontakt zu diesem Thema hatten, sind herzlich willkommen, sich aus verschiedenen Perspektiven mit der Fragestellung auseinanderzusetzen, ob Tierversuche ethisch vertretbar sind und welche Alternativen vorhanden oder denkbar sind.
Der Eintritt ist natürlich frei!
17 Nov
Der AStA der Ruhr-Universität Bochum bewertet die heutige Bildungsstreik-Demo unter dem Motto „Geld für Bildung, statt für Banken und Konzerne“, die mit 300 TeilnehmerInnen durch die Bochumer Innenstadt zog, als kleinen, aber wichtigen Erfolg. Studierende sowie Schülerinnen und Schüler sind gemeinsam für ein besseres und gerechteres Bildungssystem auf die Straße gegangen, denn Kopfnoten und Studiengebühren sind zwar abgeschafft, aber die überwältigende Mehrheit der Forderungen sind immer noch nicht erfüllt. Noch immer sehen sich Studierende und SchülerInnen mit einer Vielzahl von Problemen und Ungerechtigkeiten konfrontiert..
Selbstbestimmtes Lernen statt Anwesenheitspflichten
Bei den vergangenen Streiks war die Abschaffung der Anwesenheitspflichten eine der zentralen Forderungen von studentischer Seite. Diese verhindern nicht nur eine selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Lernen, sondern stellen für die vielen Studierenden, die neben der Uni noch erwerbstätig sind, auch ein zeitliches Problem dar. Inzwischen müssen rund 2/3 der Studierenden in NRW ihren Lebensunterhalt mit Nebenjobs bestreiten – die Anwesenheitspflichten erschweren die Jobsuche jedoch massiv.
Es ist vollkommen unverständlich, dass in vielen Veranstaltungen die Anwesenheitspflichten noch nicht abgeschafft sind, obwohl Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung (MIWF) NRW bereits vor 2 Monaten festgestellt hat, das diese grundsätzlich unzulässig und nur in Sonderfällen erlaubt sind. (Link: http://www.asta-bochum.de/2011/11/erklarung-des-wissenschaftsministeriums-nrw-zum-thema-anwesenheitspflichten/)
Studentische Hilfskräfte – ArbeitnehmerInnen zweiter Klasse?
Doch auch Studierende, die es schaffen, neben dem Studium zu arbeiten und einen Job als Studentische Hilfskraft ergattert haben, stehen vor einer Vielzahl von Problemen:
Die Arbeitsverträge sind oft sehr kurz befristet und machen jede Planungssicherheit unmöglich; unbezahlte Überstunden und Arbeiten am Wochenende sind keine Seltenheit. Sie werden meist kaum über ihre Rechte aufgeklärt und als Arbeitnehmer zweiter Klasse behandelt. Während andere Beschäftigte an der Uni einen Personalrat wählen, der ihre Interessen vertritt, sind studentische (und bis vor kurzem auch wissenschaftliche) Hilfskräfte davon explizit ausgenommen (Personalvertretungsgesetz für das Land NRW, § 5). Der AStA fordert daher, eine Personalvertretung für studentische Hilfskräfte gesetzlich zu verankern.
Daher haben wir als AStA gemeinsam mit anderen anderen ASten in NRW, der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) und dem Verein zur Vernetzung des wissenschaftlichen Nachwuchses (VVwN) eine Arbeitsgemeinschaft gegründet, die die studentischen Hilfskräfte über ihre Rechte aufklären und für die Verbesserung ihrer Beschäftigungssituation eintreten soll. Sie fordert unter anderem einen einheitlichen Tarifvertrag, damit Mindestlöhne in Zukunft nicht mehr unterschritten und Arbeitszeiten nicht mehr überschritten werden. Wir schließen uns der Forderung der GEW an, einen Mindestlohn von 11 € für studentische Hilfskräfte fordert.
Durch die Umstellung auf Bachelor- und Master ist die Arbeitsbelastung der Studierenden stark gestiegen. Die 19. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerkes (DWS) ermittelte eine durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 44 ½ Stunden für Uni und Arbeiten in NRW.
Stressfaktor Uni
Der durch den Leistungsdruck hervorgerufenen Stress wird durch die häufig viel zu vollen Hörsäle und Seminarräume noch verstärkt. Mit der Aussetzung der Wehrpflicht und den doppelten Abiturjahrgängen hat sich die Situation zusätzlich verschärft. Anstatt die Raumsituation zu verbessern, werden einfach die NCs angehoben, sodass viele Jugendliche keinen Studienplatz bekommen. Für viele Studiengänge wird inzwischen Abitur-Schnitt mit einer 1 vor dem Komma erwartet. Die Studierenden, die im dann im Nachrückverfahren doch noch zugelassen werden, haben oft schon die ersten Vorlesungswochen verpasst.
Auch bei den Masterplätzen werden die Zugangsbeschränkungen einfach erhöht, statt neue Studienplätze zu schaffen. Die studentische Senatsfraktion der Ruhr-Uni konnte im Juli jedoch erfolgreich eine Resolution in den Senat einbringen, die von der Landesregierung endlich eine ordentliche finanzielle Ausgestaltung der Masterstudiengänge fordert. Damit wurde ein wichtiger Grundstein gelegt, damit die akute Unterfinanzierung und die extremen Zulassungsbeschränkungen der Masterplätze endlich ein Ende haben.
Gemeinsame Interessen
Daneben bestehen natürlich noch viele weitere Forderungen. „Studierende und SchülerInnen haben die gleichen Interessen und sehen sich oftmals mit ähnlichen Problemen konfrontiert: Marode Schulgebäude und Hörsääle, Unterfinanzierung der Schulen und Universitäten, Verkürzung der Schul- und Studienzeit und forcierte Ausrichtung der Lehre auf die wirtschaftliche Verwertbarkeit, um nur einige zu nennen.“, sagt Jan Holthuis, Referent für Hochschul- und Bildungspolitik beim AStA. „Daher begrüßen wir, dass trotz der teilweise eisigen Temperaturen hunderte Jugendliche auf die Straße gegangen sind, um für ihre Interessen und ihr Recht auf Bildung zu kämpfen.“
15 Nov

09.11.2011 | 14:56 Uhr

Düsseldorf/Essen Studentenvertreter aus Bochum, Dortmund, Köln und Aachen sind sauer auf das NRW- Wissenschaftsministerium. Das will gerade mit einer Online-Umfrage herausfinden, wo Studenten der Schuh drückt. Die Angesprochenen finden: Diese Umfage ist weitgehend wertlos. Das Ministerium kontert und spricht von einem Riesenerfolg.
„Mach mit“, wirbt Wissenschaftsministerin Svenja Schulze (SPD) auf der Webseite besser-studieren.nrw.de. „Gib uns drei Minuten für fünf Fragen“, heißt es dort. Gemeint ist die Online-Umfrage des Ministeriums, die vom 31. Oktober bis 21. November in NRW läuft. „Bundesweit einmalig“ soll diese Aktion sein. Ihr Zweck: „Das Wissenschaftsministeriummöchte allen Studierenden eine Plattform bieten, auf der sie sich zu ihren Studienbedingungen äußern können.“ Für Studentenvertreter wie Bela Brenger (Asta der RWTH Aachen), Denise Welz (Asta Ruhr-Uni Bochum) und Johannes Blömeke (Asta TU Dortmund) ist diese Umfrage eine Luftnummer. „Nur vier beziehungsweise bei Bachelor-Studierenden fünf Fragen – was will man damit herausfinden?“, fragen sie. Schon jetzt stehe fest: Der Wert der Umfrage für die Studenten sei gering.
Die Studenten sollen zum Beispiel sagen, ob sie „mit ihrem Studium im Großen und Ganzen zufrieden“ sind, ob sie einen mindestens dreimonatigen Auslandsaufenthalt wahrgenommen haben oder diesen planen und ob sie mit der Arbeitsbelastung für das Studium zurechtkommen. Im Vorfeld hatte das Ministerium Studentenvertreter nach Düsseldorf eingeladen, um Anregungen für die Online-Umfrage zu bekommen. „Keiner unserer Vorschläge und Kritikpunkte ist in die Umfrage eingeflossen“, behauptet Johannes Blömeke.
Die Asta-Vertreter hätten sich detailliertere Fragen gewünscht, zum Beispiel zur Arbeitsbelastung der Studenten, zum Raumangebot und Studien-Beratungen. „Das ist alles sehr oberflächlich. Was sol dabei herauskommen?“, sagt Denise Welz. „Ein Rückgriff auf die deutlich ausführlicheren und regelmäßig stattfindenden Evaluationen und Umfragen an den Hochschulen wäre der bessere Schritt gewesen, um sich ein Bild von der Studiensituation zu machen“, so Bela Brenger.
Ministeriums-Sprecher Dirk Borhart kann die harte Kritik überhaupt nicht nachvollziehen.“DieUmfrage ist ein Erfolg. Sie hat sogar alle Erwartungen übertroffen“, findet Borhart. Es handele sich um „das bisher erfolgreichste Online-Verfahren in NRW“. Weil sich erfahrungsgemäß nicht viele Menschen Zeit für solche Umfragen nähmen, seien es absichtlich nur wenige Fragen geworden. „Es gibt aber einen zweiten Teil dieser Umfrage, in dem die Studenten selbst kleine Textbeiträge erstellen können. Und das Angebot wird bestens angenommen“, so Borhart.
Ein Blick in die Statistik zeigt: Mehr als 15000 Teilnehmer haben die Unterlagen bisher ausgefüllt. Mehr als 10000 haben ergänzende Beiträge hinzugefügt.
Matthias Korfmann
14 Nov
Montag, 21. November 19 Uhr im KulturCafé
Workshop zum Thema “Die ökologische Hochschule”
Die ökologische Hochschule – was ist das? Reicht es aus, energieeffizient zu bauen? Oder müssen von der „Ideenwerkstatt“ Universität weitere Impulse für eine ökologische Gesellschaft ausgehen? Diesen und weiteren Fragen wollen wir in einem Workshop am kommenden Montag im KulturCafé nachgehen.
Die Modernisierung des RUB-Campus läuft. Das ID-Gebäude ist in Betrieb und das IC-Gebäude wird modernisiert. Höchste Zeit, sich zu fragen, welche Vorstellungen wir von einer ökologischen Ruhr-Uni haben. Und welche Chancen vielleicht schon verpasst wurden. Welches Potential bieten die aktuellen Pläne der Unileitung und wo besteht Verbesserungbedarf oder sogar ein Bedarf an kompletter Neuplanung? Spielen ökologische Aspekte fernab von Marketinggeschwätz überhaupt eine echte Rolle? In mehreren Kleingruppen wollen wir unterschiedliche Aspekte bearbeiten und uns anschließend austauschen und diskutieren. Eine Anmeldung ist NICHT erforderlich. Der Workshop ist sowohl für EinsteigerInnen als auch für Fachleute offen!
Der Eintritt ist natürlich frei!
8 Nov

Am 17. November 2011 wollen Schülerinnen und Schüler, Studierende und Auszubildende wieder bundesweit für bessere Lernbedingungen auf die Straße gehen. Auch in Bochum hat sich ein Bildungsstreik-Bündnis gegründet, das für den Aktionstag mobilisiert und eine Demonstration organisiert.
Auch der AStA der Ruhr-Uni Bochum unterstützt die Demonstration, die dieses Mal unter dem Motto „Geld für Bildung, statt für Banken und Konzerne! Für selbstbestimmtes Leben und Lernen!“ steht.
Zwar konnte die Bildungsstreik-Bewegung in NRW bereits die Abschaffung der Studiengebühren und Kopfnoten erkämpfen, aber viele weitere Forderungen bleiben weiterhin unerfüllt. „Gerade die Forderung nach Abschaffung der Zugangsbeschränkungen (NC) – auch bei den Masterplätzen – wird ignoriert, obwohl sich durch die doppelten Abiturjahrgänge und die Aussetzung der Wehrpflicht die Situation dramatisch verschärft hat“, sagt Jan Holthuis, Referent für Hochschul- und Bildungspolitik im AStA der RUB. „Ebenso leiden viele Studierenden noch immer unter den Anwesenheitspflichten – besonders die, die zusätzlich zum Studium nebenbei jobben gehen müssen. Und das, obwohl das Wissenschaftsministerium NRW die Anwesenheitspflicht nur in Sonderfällen für zulässig hält.“
Die Demonstration startet am 17. November um 9:30 Uhr am Bochumer HBF.
7 Nov
Das Thema Anwesenheitspflicht, wann diese rechtlich fundiert und wann sie als Einschränkung der Studierfreiheit unzulässig ist, bleibt aktuell. Um einige Fragen zum Thema zu klären, versandte das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung (MIWF) des Landes NRW einen Brief, der folgende Feststellungen macht:
1. Anwesenheitspflichten bedürfen einer rechtlichen Grundlage in der jeweiligen Prüfungsordnung. Die Dozenten dürfen Anwesenheitspflichten nicht „auf eigene Faust“ einführen.
Ob so eine rechtliche Grundlage in im eigenen Studiengang existiert, erfragt man am besten beim jeweiligen Fachschaftsrat.
2. Anwesenheitspflichten sind nur dann zulässig, wenn der Lernerfolg nicht durch mildere Mittel erreicht werden kann (z. B. durch selbstständiges Lernen oder private Lerngruppen).
Das ist i.d.R. bei Laborpraktika der Fall; bei normalen Vorlesungen müssten Anwesenheitspflichten jedoch unzulässig sein.
Bei Interesse könnt ihr euch hier den Originalbrief herunterladen und die Bestimmungen nachlesen!
17 Okt
Montag, 24. Oktober
19 Uhr im KulturCafé
Vortrag & Diskussion zum Thema:
Gleichstellung an der Hochschule
mit: Rita Thiessen (stud. Gleichstellungsbeauftragte der RUB)
Die Ruhr-Uni hat vor 25 Jahren als erste Uni Deutschlands das Amt der Gleichstellungsbeauftragten eingeführt. Nachdem dieses Jubiläum zu Beginn diesen Jahres feierlich begangen wurde, wird sich „Montag kontrovers“ kritisch mit der Frage auseinandersetzen, was tatsächlich erreicht wurde und wie Gleichstellungsarbeit in Theorie und Praxis funktioniert bzw. funktionieren kann. Die studentische Gleichstellungsbeauftragte, Rita Thiessen, berichtet aus ihrem eigenen Erfahrungsschatz an der RUB und wagt einen Blick über den Bochumer Tellerrand hinaus. Der komplexen Fragestellung „Gleichstellungsarbeit an der Hochschule“ soll hierbei exemplarisch nachgegangen werden.
Welche wichtigen Bestandteile innerhalb der Gleichstellungsarbeit sind vor allem auf der Ebene der studentischen VertreterInnen wichtig? Wie gut ist die Ruhr-Universität mit wichtigen Themen aufgestellt? Was wurde bisher erreicht und was wäre noch zu tun?
Der Eintritt ist natürlich frei!
13 Okt
Montag, 17. Oktober
19 Uhr im KulturCafé
Podiumsdiskussion zum Thema:
„Arabischer Frühling“
Die Auftaktveranstaltung von „Montag kontrovers“ mit:
Neslihan Dogan, Politologin
Dr. Khaled Al-Massalmeh, Sozialwissenschaftler und Schriftsteller
Noureddine Siena, Tunesien-Experte
Jan Keitsch, AStA-Referent (Moderation)
Die Revolutionen in arabischen Staaten dominierten in diesem Jahr die Nachrichtensendungen. Wir haben viel über die Rolle von Facebook und Internetblogs gehört. Die Bilder zunächst protestierender und dann jubelnder Menschenmengen gingen um die Welt. Doch was hat sich konkret in Ägypten und Tunesien getan? Wie soll es in Libyen weitergehen? Warum wird die brutale Unterdrückung der syrischen Bevölkerung kaum noch thematisiert? Wie sieht die Situation in Palästina aus? Konnten die demokratischen Revolutionen „in der Nachbarschaft“ an der Autorität der Hamas kratzen? Diesen und weiteren Fragen wollen wir in einer offenen Podiumsdiskussion nachgehen. Wir freuen uns auch über spannende Anregungen und Erfahrungen aus dem Publikum.
Der Eintritt ist natürlich frei!
Am 24. Oktober wird die Reihe mit einem Vortrag zum Thema „Gleichstellung an der Hochschule“ mit Rita Thiessen (stud. Gleichstellungsbeauftragte an der RUB) fortgesetzt.
10 Okt

Das Semester hat begonnen und somit erwacht auch der Campus aus der Sommerpause. Neben Partys und Konzerten bietet der AStA wieder spannende Alternativen zum Lehrbetrieb der Uni. Ab kommenden Montag möchte die Studierendenvertretung eine weitere politische Veranstaltungsreihe etablieren: „Montag kontrovers“.
Im April kehrte „PolDi“ nach kurzer Abstinenz auf den Bochumer Campus zurück. Der wöchentlich stattfindende „politische Dienstag“ wurde ein voller Erfolg und lockte teilweise bis zu 100 Interessierte ins KulturCafé. „Dies hat uns gezeigt, dass die Studierenden ein großes Interesse haben, abseits von Credit Points und Lernstress politische und wissenschaftliche Veranstaltungen zu besuchen“, so Jan Keitsch, Öffentlichkeitsreferent im AStA und Initiator von Montag kontrovers. „Doch wir wollen nicht bloß an einem weiteren Abend Vorträge anbieten, sondern das Themenspektrum erweitern und durch Workshops sowie Diskussionsrunden die Studierenden einbinden.“
Gleichstellung, Ökologie & Hochschulpolitik
Am Montag, den 17. Oktober startet die Reihe um 19 Uhr im KulturCafé mit einer Veranstaltung über den „Arabischen Frühling“. Durch die aktuelle Brisanz des Themas und die Zusammenarbeit des AStA mit Studierenden in Tunesien entschied man sich für diesen Einstieg. Aber auch Hochschulpolitik soll eine große Rolle spielen und unabhängig von offiziellen Veranstaltungen der RUB breit diskutiert werden. So folgt bereits am 24. Oktober eine Diskussion zum Thema „Gleichstellung an der Hochschule“. Die studentische Gleichstellungsbeauftragte der Ruhr-Uni, Rita Thiessen, informiert über die Situation in Bochum und zeigt auf, welche verschiedenen Konzepte in Europa und weltweit angewendet werden, um die männerdominierte Wissenschaftslandschaft zu verändern. Ende November soll darüber nachgedacht werden, wie eine ökologische Hochschule aussehen kann. Ist es damit getan, erneuerbare Energien einzusetzen und bessere Wärmedämmung zu nutzen? Oder muss von der „Denkfabrik“ Universität mehr ausgehen, um gegen den Klimawandel zu arbeiten?
Friedlicher Jahresabschluss?
Zum Jahresende steht u.a. das Thema Friedenspolitik auf der Agenda. „Aber auch in der Weihnachtszeit ist eine lebendige Diskussion natürlich erwünscht“, erzählt der Öffentlichkeitsreferent des AStA. „Bei den Themen Israel-Palästina-Konflikt und Abrüstung sind hitzige Streitigkeiten wohl auch vorprogrammiert.“ Die Reihe soll Studierende zu einem Dialog ermutigen und wichtige Fragestellungen in der Studierendenschaft verankern. „Beim Thema Tierversuche gab es zum Beispiel bis in die Neunziger hinein eine breite Diskussion an der Uni. Fachschaftsräte haben sich eingeschaltet und das Thema auf breiter Basis diskutiert, dahin wollen wir zurück“, berichtet Jan Keitsch, der auch die Initiative „animal academy“ zur Überwindung von Tierversuchen gegründet hat. „Am 28. November wird sich Montag kontrovers diesem Thema annehmen und hoffentlich können wir die Studierenden stärker dafür sensibilisieren.“
Montag kontrovers startet am 17. Oktober und wird bis zum 16. Januar an jedem Montag des Semesters ab 19 Uhr im KulturCafé stattfinden.