Studierendenvertretung an der RUB

AStA der Ruhr Uni Bochum

Auf ihrer Vollversammlung hielten die Studierenden der Ruhr-Universität Bochum mit breiter Mehrheit an den Forderungen für ein besseres und gerechtes Bildungssystem fest. Rund 1.500 Studierende waren dem Aufruf ins besetzte Audimax gefolgt und beteiligten sich an der Diskussion. Im Anschluss machten sich rund 300 Studierende zu einer Spontandemo in die Universitätsverwaltung auf. „Es ist deutlich geworden, dass die Vorschläge des Rektorats bisher nicht ausreichend sind“, meint AStA-Vorsitzender Karsten Finke. „Der größte Teil unserer Forderungen wird vom Rektorat vollkommen ignoriert, Kompromisse sehen anders aus.“

Bereits im Vorfeld hatte Prof. Dr. Uta Wilkens, Prorektorin für Lehre an der RUB, den Vertreterinnen und Vertretern der einzelnen Fachschaften ihre Konzepte für mehr studentische Mitbestimmung vorgelegt. Wilkens regt die Gründung „studentischer Qualitätszirkel“ an, die jedoch lediglich beratend tätig werden können. „Studentische Interessen können so weiterhin von den professoralen Mehrheiten in Senat und Fakultätsräten übergangen werden“, kritisiert Finke. „Außerdem setzt Frau Wilkens falsche Schwerpunkte. Studiengebühren stehen beispielsweise gar nicht zur Disposition.“

Die Besetzung des Audimax läuft derweil weiter. Alle Studierenden sind aufgefordert, sich inhaltlich einzubringen und die Forderungen weiter zu präzisieren.

Am morgigen Mittwoch um 12 Uhr sind alle Studierenden zur nächsten Vollversammlung der Ruhr-Universität Bochum ins Audimax eingeladen. Besprochen werden das weitere Vorgehen bezüglich der Bildungsproteste und der Umgang mit den Vorschlägen des Rektorats.

Kommt zahlreich und bringt Euch ein!

Audimax bleibt besetzt!

Das Audimax der Ruhr-Universität bleibt besetzt! In einer offenen Diskussion entschieden sich die Studierenden, auf unbestimmte Zeit im größten Veranstaltungssaal der Universität zu bleiben. Die Duldung durch die Universitätsverwaltung ist inzwischen ereignislos ausgelaufen. Diese hatte den besetzenden Studierenden angeboten, nach 18 Uhr zurück ins HZO 10 zu wechseln. Laut Prorektor Prof. Dr. Ulf Eysel, der den abwesenden Rektor Elmar Weiler vertritt, ist heute nicht mit einer Räumung zu rechnen.

Die Protestierenden rufen alle Studentinnen und Studenten dazu auf, sich zu beteiligen und auch am Wochenende ins Audimax zu kommen, um Verwaltung und Rektorat wirkungsvoll unter Druck zu setzen. “Nur wenn wir viele sind, können wir etwas erreichen”, lautete ein kämpferischer Redebeitrag einer Studentin. Ob die Verwaltung am Wochenende anstrebt, das Audimax räumen zu lassen, ist ungewiss.

Die Studierenden der Ruhr-Universität Bochum haben bei der Vollversammlung im Audimax eine Resolution für bessere Bildung beschlossen. Mehr als 3.000 anwesende Studentinnen und Studenten beteiligten sich an der Diskussion und stimmten fast einstimmig für die vorher ausgearbeiteten Forderungen, die während der Vollversammlung noch um einige Punkte ergänzt wurden. Diese richten sich sowohl an die Ruhr-Universität, als auch an die PolitikerInnen in Land und Bund.

Zahlreiche Studierende wollen außerdem weiter das Audimax besetzen, um dem Protest Nachdruck zu verleihen. “Wir müssen hartnäckig bleiben und können uns nicht auf unseren Forderungen ausruhen”, meint eine Protestlerin. Offiziell stellt die Uni-Verwaltung den Studierenden das Audimax bis Freitag 18 Uhr zur Verfügung. Doch ob die Studierenden danach tatsächlich wie gefordert den Saal verlassen, der auch für Konzerte und andere kulturelle Veranstaltungen genutzt wird, ist ungewiss. Zudem haben sich einige Studierende zu einer Spontandemo auf der Universitätsstraße zusammengefunden.

Um voraussichtlich 12 Uhr findet morgen zunächst eine Podiumsdiskussion mit Kai Gehring (MdB, Die Grünen), Sevim Dagdelen (MdB, Die Linke) und Prof. Dr. Uta Wilkens (Prorektorin für Lehre an der Ruhr-Uni) statt.

Nach Uni-Besetzungen in Duisburg und Essen hat das Protestfieber nun auch die Ruhr-Universität erreicht. Im Anschluss an eine Kundgebung zum Bildungsstreik am Bochumer Hauptbahnhof bildete sich zunächst eine Spontandemo durch die Innenstadt. Einige der Protestierenden fuhren daraufhin zurück zur Uni und debattierten zunächst im Senatsaal über das weitere Vorgehen. Seit dem frühen Dienstag Abend besetzen nun rund hundert Studierende das HZO 10, den größten Hörsaal im Lehrbetrieb der Ruhr-Universität.

Am Donnerstag (19. November, 14 Uhr) findet in eben diesem Hörsaal auch die Vollversammlung der Studierenden statt. Es soll diskutiert werden, ob und in welcher Form der Protest gegen schlechte Bedingungen im Bildungssystem fortgesetzt werden soll. Die Studierenden kritisieren die Studiengebühren, die miserable Umsetzung der Studienreformen (Bachelor/Master) sowie schlechte Studienbedingungen.

Die DozentInnen werden vom Rektor dazu aufgefordert, für die Teilnahme am Bildungsstreik (Dienstag) als auch an der Vollversammlung (Donnerstag) keine Nachteile entstehen zu lassen!

Kommenden Donnerstag, den 19. November, lädt der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Ruhr-Universität Bochum alle Studierenden um 14 Uhr zu einer Vollversammlung ins HZO 10 ein. Anlass ist die Fortsetzung des Bildungsstreiks, der im Sommer über 200.000 Schülerinnen und Schüler sowie Studierende auf die Straße lockte. „Unsere Forderungen wurden zwar von der Öffentlichkeit wahrgenommen, von der Politik jedoch überwiegend ignoriert. Daher muss der Protest fortgesetzt werden“, so AStA-Referent und Bildungsstreikaktivist Benjamin Bettinger. „Die Uni-Besetzungen zunächst in Österreich und nun auch ganz in der Nähe machen Mut, etwas verändern zu können!“

Bereits zwei Tage vor der Vollversammlung ist eine Kundgebung am Bochumer Hauptbahnhof geplant. Die AG Bildungsstreik Bochum ruft dazu auf, die Kritik möglichst kreativ und künstlerisch zu gestalten. „Bring ein Instrument, deine Tanz-, Schauspiel-, Artistikgruppe usw. mit oder einfach nur Spontaneität“, heißt es im Aufruf. Zu den zentralen Forderungen der Studierenden gehören die Abschaffung der Studiengebühren, eine Demokratisierung der Universitäten sowie eine Neuausrichtung der Bachelor/Master-Studiengänge hin zu größerer wissenschaftlicher und gestalterischer Freiheit. „Gerade im Hinblick auf die anstehenden Landtagswahlen ist es sehr wichtig, das Thema Bildungsgerechtigkeit in der öffentlichen Diskussion zu etablieren“, meint AStA-Referent Jan Keitsch. „Wir dürfen die Chance, die Studiengebühren in NRW wieder abzuschaffen, nicht leichtfertig verspielen.“

Also kommt zahlreich zur Vollversammlung und helft mit, gemeinsam für ein besseres Bildungssystem zu kämpfen!