Studierendenvertretung an der RUB

AStA der Ruhr Uni Bochum

Das AKAFÖ-Servicezentrum für behinderte Studierende an der Ruhr-Universität hat Verstärkung bekommen

Vorlesungen, Seminare, Prüfungen, Lern- und Arbeitsgruppen, Nebenjobs und ab und zu mal eine Party zum Abschalten: Ein Studium zu organisieren ist besonders für behinderte oder chronisch kranke Menschen eine echte Herausforderung. Das Servicezentrum für behinderte Studierende des AKAFÖ (SZB) steht gern beratend zur Seite und ist jetzt mit einer neuen Mitarbeiterin wieder bestens aufgestellt.
Katrin Gabler ist für behinderte Studierende an der Ruhr-Universität die perfekte Ansprechpartnerin. Im vergangenen Jahr hat sie ihr Psychologie-Studium in Bochum abgeschlossen und ist außerdem zertifizierte Beraterin für Persönliche Assistenz und das Persönliche Budget. Beides sind Schlüsselbegriffe, wenn es um das selbstbestimmte Leben mit Behinderung geht.
Seit Anfang 2008 besteht in Deutschland ein Rechtsanspruch auf das Persönliche Budget und somit für behinderte Menschen das Recht, selbst zu entscheiden, wann welche Person die erforderliche Unterstützung erbringen soll und diese als Kunde unmittelbar selbst zu organisieren und zu bezahlen. Damit bietet sich unter anderem die Möglichkeit, Assistenten zur Unterstützung im Alltag (als Studienhelfer, im Haushalt, im Bereich Pflege oder Freizeit) zu beschäftigen. „Gerade für Studierende ist die Form der individuellen Assistenz sehr interessant“, sagt die neue SZB-Mitarbeiterin. „Viel zu wenige wissen bislang von dieser Möglichkeit.“
Katrin Gabler ist nicht nur Expertin auf diesem Gebiet, weil sie bereits seit drei Jahren  freiberuflich als Beraterin für behinderte Menschen arbeitet. Sie lebt selbst mit Muskelatrophie (einer Form des Muskelschwunds) und ist rund um die Uhr auf Assistenz angewiesen. Ihr Anspruch für das eigene Leben deckt sich mit dem Ziel, das sie für ihre Klienten erreichen will: Ein möglichst selbstbestimmtes Leben. „Behinderte Menschen, die ein Studium beginnen, wohnen oft noch Zuhause und wagen den Absprung nicht.“ Dazu kommen rechtliche Hürden bei der Beantragung von Leistungen. Der Satz: „Wenn das alles zu teuer wird, dann müssen Sie ins Heim“, sei keine Seltenheit verschrecke viele.
Deshalb reagiert die Beraterin des Akademischen Förderungswerks (AKAFÖ) auf die persönlichen Bedürfnisse des Klienten, versucht, seine persönlichen Ressourcen zu stärken: Braucht er Assistenz oder benötigt er andere Hilfsmittel, um seinem Studium nachgehen zu können? Genau wie der Leiter des SZB, Harry Baus, ist Katrin Gabler neben ihren speziellen Themen Persönliche Assistenz und Persönliches Budget auch Ansprechpartnerin für alle Fragen rund um das Studium mit Behinderung oder chronischer Krankheit.
INFO
Das Team des Servicezentrums für behindert Studierende des AKAFÖ (SZB) unterstützt seine Klientel etwa bei der Inanspruchnahme von finanzieller Unterstützung oder Nachteilsausgleichen im Studium. Neben der individuellen Beratung erhalten Behinderte und chronisch Kranke auch allgemeine Informationen über Änderungen im gesamten gesetzlichen Leistungsbezug sozialer Orientierung und anderer Beratungsangebote. Weiterhin informiert das SZB über behinderungsspezifische Gegebenheiten am Hochschulstandort Bochum oder deren Unzulänglichkeiten.
Katrin Gabler ist immer mittwochs, donnerstags und freitags von 9-15 Uhr im Studierendenhaus der Ruhr-Universität, Raum 040, unter Tel. (0234) 32-11530 oder per E-Mail katrin.gabler@akafoe.de zu erreichen.
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Katrin Gabler Foto: AKAFÖ

Das Team des AKAFÖ-Servicezentrums für behinderte Studierende Foto: AKAFÖ

AKAFÖ baut Max-Kade-Hall / 400.000 Dollar Förderung der New Yorker Stiftung

Die Weichen sind gestellt: Neben der Sanierung und Modernisierung der Studierenden-Wohnanlagen an der Laerholzstraße nimmt das Akademische Förderungswerk (AKAFÖ) dort jetzt auch ein komplett neues Bauvorhaben in Angriff. Die Max-Kade-Hall soll die Gebäude an der Laerholzstraße 80 und 84 verbinden und einen Ort zum Lernen, zum Austausch, für Ausstellungen und andere Kultur-Veranstaltungen schaffen. Gefördert wird der Bau von der New Yorker Max Kade Foundation mit 400.000 Dollar.

In direkter Nachbarschaft zur Studierendenwohnanlage Laerholzstraße 80, in der besonders viele internationale Studierende leben, ist das Landesspracheninstitut in der Ruhr-Universität (LSI) untergebracht. Hier lernen nicht nur Studierende Sprachen wie Arabisch, Chinesisch oder Russisch, sondern auch Mitarbeiter von Bundesministerien oder Astronauten der European Space Agency. Was läge näher als beide Gebäudekomplexe zu verbinden und eine Art Internationalen Campus zu schaffen? Das AKAFÖ geht diese Herausforderung an mit dem Bau eines modernen Veranstaltungsraumes. Ein Blickfang mit einer Fassade aus Glas- und Alu-Elementen. Verbindungsgänge führen sowohl zum Landesspracheninstitut als auch zur Wohnanlage.

Zwei offene Etagen

Gefördert wird der Bau durch die Stiftung des 1967 verstorbenen Pharmaunternehmers und Mäzens Max Kade, der Max Kade Foundation New York. Die Max-Kade-Hall, die bis zum Herbst fertiggestellt werden soll, bietet auf zwei offenen Etagen eine Kommunikationsfläche von knapp 160 Quadratmetern, dazu kommen Nebenräume wie Kühlraum, Küche und WCs – also alles, was ein moderner Veranstaltungsraum braucht. Etwa 90 Personen finden hier Platz, noch einmal 100 können bei gutem Wetter die Außenterrasse nutzen.

Ansprechendes Kulturprogramm

Mit einem ansprechenden Programm – Film- und Kulturabende, -Frühstücke oder Ausstellungen sind angedacht – wird es „die neue Laerholzstraße“ sicher nicht schwer haben, zu einem Anziehungspunkt mit internationalem Flair zu avancieren.

Der Vertrag über die Bereitstellung der ersten 200.000 Dollar konnte jetzt zwischen AKAFÖ-Geschäftsführer Jörg Lüken, Max-Kade-Foundation-Präsidentin Lya Friedrich-Pfeifer und Rolf Kinne, dem Präsidenten von Conruhr geschlossen werden. Conruhr ist das New Yorker Verbindungsbüro der Universitätsallianz Metropole Ruhr aus Ruhr-Universität Bochum, TU Dortmund und Uni Duisburg-Essen. Conruhr-Koordinator Abraham van Veen hatte den Kontakt zwischen AKAFÖ und der Stiftung hergestellt.

Das KuCaf-Programm im Mai 2010

Fr 07.05. Bochumer BluesSession mit der Marius Tilly Blues Band, präsentiert vom Kulturbüro boSKop

Sa 08.05. Jura Party

Mi 12.05. Jazz Session mit Doctor Wu, präsentiert vom Kulturbüro boSKop

Fr 14.05. Mediterraner Abend meets Balkan-Beats

Mi 19.05.  Campus-Club mit Tauchsport, präsentiert vom Kulturbüro boSKop

Do 20.05   Linguistik-Party

Fr 21.05.   Slavistik-Party

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  • Botschafterin und Hochschulvertreter begrüßen Initiative bei gemeinsamem Empfang

    Angeregt durch die Deutsch-Tunesische Gesellschaft und die persönliche Initiative des AKAFÖ-Gastronomieleiters und gebürtigen Tunesiers Ezzedine Zerria konnte Anfang April bei einer Delegationsreise des Bochumer Studentenwerkes in Tunesien erstmalig ein Partnerschaftsvertrag zwischen den beteiligten Studentenwerken unterzeichnet werden.

    Auf Einladung des Ministeriums waren vor Ort der Geschäftsführer des AKAFÖ, Jörg Lüken, seine Stellvertreterin Doris Czwalina, die Vorsitzende des Verwaltungsrates Birte Schleiting, Gastronomieleiter Ezzedine Zerria, der Leiter des AKAFÖ-Kulturbüros Ulrich Seifert und Pressesprecher Ralf Weber. Am ersten Tag wurde die Delegation im Ministerium in Tunis durch Jalel Ezzin (Generaldirektor für Internationale Beziehungen im Ministerium) und Mohamed Mejatty (Generaldirektor für Studentische Angelegenheiten im Ministerium) begrüßt, an den darauffolgenden Tagen wurde jeweils eines der drei regionalen Studentenwerke mit Sitz in Tunis, Sousse und Sfax besucht und u.a. Wohnheime, Gastronomieeinrichtungen und Kulturzentren besichtigt.

    Begrüßung der Delegation des AKAFÖ durch das Ministerium in Tunis

    Am letzten Tag der Delegationsreise schließlich wurde im Ministerium ein Partnerschaftsvertrag zwischen dem AKAFÖ und den tunesischen Studentenwerken unterschrieben. Neben dem Austausch von Kulturgruppen und MitarbeiterInnen der Studentenwerke soll auch der akademische Austausch für die Studierenden forciert werden. Um dies umzusetzen, führt das AKAFÖ bereits viele Gespräche, um wichtige Institutionen an der Ausgestaltung des Vertrages zu beteiligen. In Bochum studieren derzeit ca. 50 Tunesier an den diversen Hochschulen, dies soll mittelfristig erhöht werden.

    Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages durch AKAFÖ-Geschäftsführer Jörg Lüken

    Initiative von AKAFÖ und Deutsch-Tunesischer Gesellschaft

    Tunesien hat ca. 11 Mio Einwohner, davon sind ca. 370.000 Studierende, ein Drittel des Gesamthaushaltes wird in Bildung investiert. Es gibt insgesamt drei Studentenwerke, im Norden (OOUN – Office des Oeuvres Universitaires pour le Nord), Zentrum (OOUC) und im Süden (OOUS). Die Studentenwerke in Tunesien sind zuständig für die Verpflegung und Finanzierung der Studierenden, die Bereitstellung von günstigem Wohnraum und die soziale und kulturelle Betreuung. Dies deckt sich mit den Zuständigkeiten der deutschen Studentenwerke.

    vlnr: Jalel Ezzin (Generaldirektor für Internationale Beziehungen im Ministerium), Mouldi Abassi (Generaldirektor OOU Nord), Taoufik Medellel (Generaldirektor OOU Süd), Jörg Lüken, Mohamed Mejatty (Generaldirektor für Studentische Angelegenheiten) und Fethi Kiri (Generaldirektor OOU Mitte).

    Tunesische Kulturwoche in Bochum

    Das AKAFÖ setzte bereits vier Wochen nach dem Treffen in Tunis einen ersten Startpunkt für die Zusammenarbeit. In Bochum organisierte das Kulturbüro boSKop eine tunesische Kulturwoche im Audi-Max der Ruhr-Uni. In zwei großen Zelten konnten hier Interessierte verschiedene kulturelle Veranstaltungen erleben, Vorträge hören, Filme schauen und eine Ausstellung besuchen. Ein Bazar brachte orientalisches Flair nach Bochum, und im gemütlichen Café „Medina“ bot das boSKop-Team tunesische Spezialitäten an. Wer nordafrikanische Lebensart hautnah erleben mochte, konnte sich Hände und Füße mit Henna-Malereien verzieren lassen. Das vielseitige Programm umfasste neben orientalischem Tanz und einem tunesischen Musikabend auch Märchenerzählungen aus der gesamten nordafrikanischen Mittelmeer-Region. Mitten auf dem Campus entstand so eine interkulturelle Oase, die wie ein Kurzurlaub in den Süden anmutete.

    Aufbau eines Berberzeltes für die Kulturwoche im Audi-Max

    Empfang mit der Botschafterin Tunesiens

    Ein Highlight der Kulturwoche war der Auftritt einer der bekanntesten tunesischen Bands „Ouled Jouini“ und dem „Nomad Soundsystem“ aus Berlin. Zudem wurde das AKAFÖ am Tag des Konzertes, Donnerstag, 29.4.10, von der Botschafterin Tunesiens, Frau Alifa Chaabane Farouk, besucht, die einen interessanten Vortrag über ihr Land hielt. Begleitet wurde Sie bei dem Empfang von den Kultur- und Presseattachées und dem tunesischen Generalkonsul aus Bonn.

    Konzert mit den Gruppen Ouled Jouini und Nomad Soundsystem

    Der Geschäftsführer des AKAFÖ, Jörg Lüken, dankte im Namen aller Teilnehmer der Bochumer Delegation für die „schönen Tage in Tunesien. Drei Dinge sind besonders aufgefallen: Bei allen Studentenwerken wurde eine einmalige Gastfreundschaft geboten, überall herrscht der feste Wille, zu modernisieren, ohne dabei die Tradition aus den Augen zu verlieren und der feste Wille, den Studierenden im studentischen Alltag zu helfen. Und dies bindet uns als Studentenwerke aneinander, die ersten Schritte der Partnerschaft wurden bereits im Vorfeld vor der Unterzeichnung des Vertrags besprochen, was soll jetzt noch schief gehen? Auf eine gemeinsame und erfolgreiche Zukunft der Studentenwerke und einen regen Austausch!“

    Empfang beim AKAFÖ: Botschafterin Alifa Chaabane Farouk (5. vl) und Jörg Lüken (6. vl) mit einer Gruppe der Deutsch-Tunesischen Gesellschaft aus Essen

    Die Botschafterin dankte für den herzlichen Empfang, war von der hervorragenden Organisation der Veranstaltungen begeistert und sieht in dem Partnerschaftsvertrag ein wichtiges Abkommen zur Kooperation, das neue Impulse für die Beziehungen beider Länder gibt. Der Vertrag zwischen AKAFÖ und den tunesischen Studentenwerken werde – auch aufgrund der außergewöhnlichen Vielschichtigkeit der Zusammenarbeit, ganz sicher den Weg für einen regen Austausch zwischen den Institutionen an den jeweiligen Hochschulen bereiten. Das AKAFÖ ließ umgehend Taten folgen:

    Workshop der Hochschulvertreter mit ersten Ergebnissen

    Am Freitag, 30.4.10, trafen sich auf Einladung des AKAFÖ wichtige Vertreter der Bochumer Hochschulen mit der tunesischen Delegation, um erste Kooperationsmöglichkeiten zu eruieren und vereinbaren. Neben dem AKAFÖ-Geschäftsführer Jörg Lüken, seiner Stellvertreterin Doris Czwalina, Kulturbüroleiter Ulrich Seifert, Gastronomieleiter Ezzedine Zerria, Verwaltungsratvorsitzende Birte Schleiting und Pressesprecher Ralf Weber nahmen folgende Vertreter der Hochschulen am Workshop mit der tunesischen Botschafterin teil: Monika Sprung (Akademisches Auslandsamt – AAA- der Ruhr-Uni Bochum), Daniela Naumann-El Kady (AAA der TFH Agricola), Dr. Jochen Pleines (Direktor des Landesspracheninstitutes NRW), Siegfried Engesser-Paris (AAA der Hochschule Bochum) und Prof. Dr. Gudrun Breitzke (Vizepräsidentin Weiterbildung & Internationalisierung der Hochschule Bochum).

    Workshop mit Hochschulvertretern und Botschafterin: Erste Ergebnisse konnten in kurzer Zeit erreicht werden

    Laut der Botschafterin Farouk zählt das AKAFÖ zu den Musterbeispielen von Studentenwerksarbeit und es gebe immenses Interesse auch an dem Austausch von MitarbeiterInnen, dieser wurde von AKAFÖ-Geschäftsführer Lüken umgehend zugesichert. Von tunesischer Seite folgte nochmals der Dank an das AKAFÖ, den Partnerschaftsvertrag abgeschlossen zu haben und es ermöglicht zu haben, innerhalb kürzester Zeit so viele wertvolle und effektive Gesprächspartner an einen Tisch gebracht zu haben. So zeigten alle VertreterInnen der Hochschulen Interesse an einem schnellen Aufbau von Strukturen und Informationspools, um neben Studierenden und MitarbeiterInnen auch im Forschungsbereich einen regen Austausch zu beginnen. Das LSI wird bereits für den Herbst erste Workshops in Tunesien vorbereiten, um die Sprachkenntnisse beider Seiten zu verbessern, die Botschafterin kündigte den baldigen Aufbau einer deutschen Universität in Tunis an.
    Alle Beteiligten bekundeten ihre Freude auf die Partnerschaft und die Bereitschaft, den Worten nun schnell Taten folgen zu lassen.

    Willkommenschild in Tunesien bei einer der vielen Wohnheim-Besichtigungen