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Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) des 44. Studierendenparlaments ist inzwischen seit einem Semester im Amt – höchste Zeit, ein erstes Resümee über die bisherige Arbeit zu ziehen. Seit sich der aktuelle AStA, der von einer Koalition bestehend aus Grüner Hochschulgruppe (GHG), Linker Liste (LiLi), der Liste Schöner Wohnen in Bochum (SWIB) und zwei unabhängigen ParlamentarierInnen getragen wird, am 30. März konstituiert hat, ist einiges passiert. Dieser Text ermöglicht selbstverständlich nur einen kleinen Einblick in die Highlights der vergangenen Monate – tagesaktuelle Infos über die Arbeit der Studierendenvertretung findet ihr auf der AStA-Homepage!

Politischer Dienstag und kritische Seminare

Von den Revolutionen in der arabischen Welt bis zum Eigentumsbegriff im Computerzeitalter deckte der Politische Dienstag (PolDi) vielfältige Themen ab. Vor allem mit brisanten Vorträgen zu den Grauen Wölfen oder studentischen Verbindungen lockte die wöchentliche Veranstaltungsreihe bis zu 90 BesucherInnen pro Abend an. Das Referat für Kritische Wissenschaft rundete das politische Bildungsangebot des AStA mit einem Lesekreis zur „Dialektik der Aufklärung“ und Wochenendseminaren zu Adornos Moralphilosophie und linker Bolschewismuskritik ab.

Vernetzung studentischer Hilfskräfte

Das Referat für Hochschulpolitik rief im vergangenen Monat eine Vernetzung studentischer und wissenschaftlicher Hilfskräfte ins Leben. Gemeinsam mit dem Verein zur Vernetzung des wissenschaftlichen Nachwuchses (VVwN) und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) wird der AStA die studentischen Arbeitnehmerinnen über ihre Rechte aufklären und sich für die Verbesserung der prekären Arbeitsverhältnisse einsetzen.

Sommerfest und kein Poetry-Slam

Trotz des anfänglich schlechten Wetters war das Campusfest im Juni ein voller Erfolg. Auf dem Nordforum, das vom AStA-Kulturreferat organisiert wurde, fanden neben einer großen Bühne auch zahlreiche Stände von studentischen Initiativen und Fachschaftsräten Platz. Ein Bierwagen vervollständigte die Rahmenbedingungen für eine großartige Party bis tief in die Nacht. Unter dem Titel „Das ist kein Poetry-Slam!“ organisierten die KulturreferentInnen zwei Wochen später eine wahnsinnig gut besuchte Lesung mit Torsten Sträter und Tobi Katze.

Campussanierung und Parkplatznot

Das Referat für Ökologie und Verkehr beschäftigte sich im vergangenen Semester vor allem mit der Ausarbeitung eines verbesserten Verkehrskonzepts für die Ruhr-Universität und mit den Plänen zur baulichen Erweiterung der Campus-Infrastruktur. Auf Druck des AStA wird nun endlich mit der Renovierung des maroden Parkhaus-West begonnen. Außerdem besteht die Chance auf eine Verbesserung der ÖPNV-Anbindung der RUB und die Barrierefreiheit der neuen Gebäude wird durch eine enge Zusammenarbeit der Interessengemeinschaft behinderter und nicht behinderter Studierender (IbS) mit der Universitätsverwaltung garantiert.

Erstes Alternatives Medienfestival Bochum

Am 7. Juli veranstalteten der AStA und die Bochumer Stadt- und Studierendenzeitung (bsz) gemeinsam mit den Ruhrbaronen und bo-alternativ das erste Alternative Medienfestival Bochum. Einerseits diente das Event der Intensivierung der Verbindung zwischen Studierendenschaft und Stadt und andererseits gab sie vielen studentischen Gruppen die Möglichkeit, ihre Arbeit außerhalb des Campus zu präsentieren.

Was gab’s sonst noch?

  • Als Auftakt zur Wiederaufnahme der Kampagne gegen Tierversuche an der RUB fand ein Vortrag zur Geschichte, Theorie und Praxis der Tierbefreiungsbewegung sowie ein Vortrag über Tierversuche statt.
  • Damit es den Studierenden in Zukunft noch leichter fällt, mit dem AStA Kontakt aufzunehmen, Vorschläge, Kritik und Wünsche zu äußern oder um sich einfach aus erster Hand über hochschulpolitische Entwicklungen zu informieren, werden seit Ende Juni regelmäßig AStA-Infostände an unterschiedlichen Stellen auf dem Campus aufgebaut.
  • Auch das Internationalismusreferat widmete sich den Entwicklungen in der arabischen Welt und lud zu einem Vortrag mit Diskussion zu den Entwicklungen in Syrien und einer Demonstration unter dem Titel „Global Syria Day“ ein.
  • Das Thema Gender kam auch im Sommersemester nicht zu kurz: Die Party QueerSphere #2 animierte zum queeren Tanz, während sich die Veranstaltungsreihe Geschlecht und Gesellschaft mit Antidiskriminierungsrecht und Doppelkarrieren auseinandersetzte.
  • Investiert wurde in den vergangenen Wochen vor allem in die Party-Infrastruktur der Studierendenschaft: Der AStA schaffte eine neue professionelle Musikanlage an, die bereits von vielen Fachschaftsräten für Partys genutzt wurde. Außerdem findet zurzeit, aufgrund des kontinuierlichen Drucks des AStA, endlich die überfällige Renovierung der Toiletten im Erdgeschoss des Studierendenhauses statt, die von den Gästen des KulturCafés genutzt werden.

Diese vielfältige Arbeit zu den unterschiedlichsten Themenbereichen wird die Studierendenvertretung auch in den kommenden Monaten fortsetzen und auf den bereits erzielten Erfolgen aufbauen. Apropos Erfolg: last but not least gibt es einen besonderen Anlass zur Freude, schließlich ist das letzte gebührenpflichtige Semester in NRW zu Ende gegangen! Und es kommt noch besser: Die weggefallenen Gebührengelder werden von staatlicher Seite zu 100% kompensiert!